Die hier folgenden Beiträge entstanden inhaltlich bereits im Jahr 2011. Daher sind diese nicht mehr ganz auf dem neusten Stand. So ist der seiner Zeit für den Stresstest vorgestellte Fahrplan durch die Planungen des Deutschlandtaktes sicherlich überholt. Ebenso entspricht der vorgestellte Fahrplan nicht mehr den neuesten Ideen zu einem Fahrplankonzept in Deutschland. Dies bitte ich bei der Lektüre zu berücksichtigen.

Ich habe bereits damit begonnen eine aktualisiertes Fahrplankonzept auf Basis des im Deutschlandtakt vorkommenden Mengengerüstes zu erstellen. Dies sollte dann auch die neuesten Überlungen zu einem allgemeinen Konzept enthalten. Die Erstellung wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zwei Dinge sind hierzu vorab aber erwähnenswert:

1. Die Die Grundstrukturen im Raum Stuttgart scheinen immer zu einer ähnlichen Fahrplanstruktur zu führen. So wird sich auch ein neuer Fahrplan in vielen Bereichen nicht sehr stark vom Konzept aus 2011 unterscheiden.

2. Es wird ja immer behauptet, die geringe Anzahl von Bahnsteigkanten im neuen Stuttgarter Bahnhof wäre der hauptsächlich einschränkende Punkt für einen besseren Fahrplan. Allerdings ist dies meiner Ansicht nach nicht korrekt. Beim Erarbeiten eines neuen Fahrplanes stoße ich immer wieder auf Einschränkungen und Zwangspunkte die einen besseren Fahrplan verhindern. Die Anzahl der Gleise ist aber nicht dabei. Hier nun die Top 5 Zwangspunkte die die Fahrplangestaltung erschweren:

Nr. 5: Schneller Regionalzug zwischen Stuttgart und Ulm

Dieser Zug ist zwar schnell, aber eben nicht so schnell wie ein ICE. Ein langsamerer Zug blockiert die Strecke aber auch länger und reduziert somit die Kapazität. Das hat zur Folge, dass dieser Zug aus beiden Richtungen immer sofort einem ICE folgen muss um die Strecke möglichst kurz zu blockieren. Dadurch macht man beide Zugtypen aber voneinander abhängig und schränkt sich damit ein.

Nr. 4: Eingleisigkeit der Murrbahn und Gäubahn

Durch die Eingleisigkeit dieser Strecken ist man in der Fahrplangestaltung eingeschränkt.

Nr. 3: S-Bahn-Strecken

Regional und Fernzüge teilen sich häufig die Gleise mit S-Bahnen. Fahren die S-Bahnen in einem 15-Minuten-Takt, so bekommt man dazwischen gerade mal einen weiteren Zug. Hauptproblem ist aber auch hier, dass die Züge dann zeitlich voneinander abhängig sind.

Nr. 2: IC nach Günzburg

Im Deutschlandtakt ist geplant eine IC-Line stündlich über Günzburg zu führen. Dabei teilt sich dieser IC vom Abzweig Rollenberg bis nach München die Gleise mit den wesentlich schnelleren ICE und TGV. Die einzige Möglichkeit diese Züge in Einklang zu bringen ist den IC während seines Abstechers nach Günzburg zu überholen. Auch hier sind die Züge dann zeitlich abhängig und können nicht beliebig geändert werden.

Nr. 1: Abzweig Rollenberg

Die Ausfädelung am Rollenberg in Richtung Heidelberg ist zweigleisig und höhenfrei. Dies trifft aber nicht in Richtung Karlsruhe zu. Ein Zug aus Stuttgart nach Karlsruhe blockiert das Gleis von Mannheim nach Stuttgart und zeitgleich die eigene Gegenrichtung von Karlsruhe nach Stuttgart. Dieser Zwangspunkt ist die größte Einschränkung in der Fahrplangestaltung.

Und nun viel Spaß beim Lesen des Konzeptes aus 2011!