Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Stuttgart 21: Der Fahrplan im Stresstest Lange   wurde   es   versäumt   für   Stuttgart   21   einen   konkreten   Fahrplan   vorzulegen.   Es   genügt   eben   nicht   von   Durchmesserlinien,   Magistralen und   schnelleren   Reisezeiten   zu   erzählen.   Die   Fahrgäste   haben   inzwischen   begriffen,   dass   die   Fahrzeit   nur   so   gut   ist   wie   der Anschluss,   den man   erreicht,   und   damit   die   Gesamtfahrzeit   von A   nach   B.   Mit   dem   Stresstest   hat   sich   die   Lage   glücklicherweise   geändert,   es   wurde   sogar nicht nur ein Fahrplan für Stuttgart 21 vorgelegt, sondern für ganz Baden-Württemberg. Doch   auch   wenn   der   vorgelegte   Fahrplan   funktionieren   mag,   kundenfreundlich   ist   er   sicherlich   nicht.   Dafür   gibt   es   zu   viele   Problemstellen die anhand von einigen Beispielen erläutert werden sollen: Die schnellen Regionalzüge aus Tübingen via Flughafen kommen in Stuttgart zu den Minuten 18 und 49 an. Der IC nach Nürnberg verlässt Stuttgart aber zur Minute 48. Dadurch ergibt sich eine unattraktive Wartezeit von 30 Minuten. Eine etwas attraktivere Umsteigezeit bietet der Regionalzug über Plochingen mit Ankunft in Stuttgart zur Minute 44. Dieser verlässt Tübingen immerhin 19 Minuten später als der Zug über den Flughafen, und das obwohl der Zug 3 Haltestellen mehr bedient. Wieso die schnellen Regionalzüge Tübingen-Flughafen-Stuttgart nicht in Metzingen halten sollen ist unerklärlich, da gerade in Metzingen mit der Outlet-City ein wichtiges Ziel bedient werden könnte. Die Ankunft des Regionalzuges von der Gäubahn in Stuttgart ist zur Minute 14, die Abfahrt des schnellen Regionalzuges nach Karlsruhe ist aber zur Minute 03. Dieser Abschluss ist also nicht sehr gut. Immerhin fährt zur Minute 21 ein Regionalzug über die Frankenbahn nach Karlsruhe, das aber leider nur alle 2 Stunden. Zwischen Stuttgart und Heidelberg gibt es keinen klaren Takt: Die Züge fahren ab Stuttgart zu den Minuten 09, 42 und 49 jeweils nur in den ungeraden Stunden. Obwohl also 1,5 Züge pro Stunde fahren gibt es immer eine Lücke von 80 Minuten. Auch auf der Strecke von Mainz durch das Rheintal gibt es ebenfalls keinen klaren Takt. Am Flughafen Stuttgart hält nur alle 2 Stunden ein Fernzug. Der Notwendigkeit eines Fernverkehrshaltes wird dies sicher nicht gerecht. In Stuttgart fällt allgemein auf, dass im Ferhnverkehr viele Züge nur alle 2 Stunden verkehren, sich aber unglücklicherweise nicht zu einem Stundentakt überlagern so dass man sich zumindets darauf verlassen könnte, dass jede Stunde ein Zug in eine bestimmte Richtung fährt, wenn auch mit unterschiedlichem Ziel. Im Regionalverkehr zwischen Stuttgart und Ulm auf der Filstalstrecke gibt es 3 unterschiedliche Haltestellenstrategien: Pro Stunde jeweils ein Zug mit 3, 9 oder 19 Halten. Dies sorgt nur für Verwirrung beim Fahrgast. Der schnelle Regionalzug Friedrichshafen-Ulm-Stuttgart erreicht Ulm zur Minute 26. Der beste Anschluss an der Fernverkehr Richtung Nordwesten besteht aber mit 28 Minuten Wartezeit d.h. dieser Zug wird in erster Linie sich selbst gerecht, stellt aber keine guten Anschlüsse an den Fernverkehr her. Der Regionalzug Friedrichshafen-Ulm-Stuttgart durch das Filstal hat in Ulm 17 bzw. in Gegenrichtung 13 Minuten Aufenthalt. Für den Fahrgast ist dies nicht sehr attraktiv. Auf der Bodenseegürtelbahn wird auf dem Westteil Radolfzell-Friedrichshafen im langsamen Regionalverkehr der aktuell existierende (angenährte) Stundentakt aufgegeben zugunsten eines 40/80-Minuten “Holpertaktes”. Dagegen wird  auf dem Ostteil Lindau-Friedrichshafen dieser Holpertakt zu einem angenährten Stundentakt verbessert, im schnellen Regionalverkehr sollen aber drei verschiedene Haltestellenstrategien gefahren werden, die sich dann auch noch alle 2 Stunden wiederholen. Mehr Verwirrung für den Fahrgast geht auf so einem kurzen Streckenabschnitt fast nicht mehr. Diese   Liste   könnte   noch   erweitert   werden   und   stellt   daher   nur   eine   Auswahl   an   Kritikpunkten   dar.   Abschliessend   kann   nur   gesagt   werdem, dass   der   Fahrplan   der   im   Stresstest   verwendet   wurde   nicht   sehr   Kundenfreundlich   ist   und   mit   großer   Sicherheit   nicht   dazu   führen   wird   mehr Fahrgäste für die Bahn zu gewinnen. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Fahrplan so nicht umgesetzt wird. Doch wie sieht es mit den Alternativen  aus? Sind die Vorschläge der Projektgegner besser? Hinweis: Der Stresstest-Fahrplan ist auf der Internetseite des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm abrufbar.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
11.06.2017