Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Eckpunkt 2: Reduzierung der Zuggattungen Vergleicht   man   Fahrpläne   aus   der   Schweiz   und   Deutschland   fällt die   unterschiedliche   Anzahl   der   Zuggattungen   auf.   In   der   Schweiz tauchen   nur   S-Bahn,   R   (Regio),   RE   (RegioExpress),   IR,   IC   und ICE   im   Fahrplan   auf.   Dabei   unterscheiden   sich   S-Bahn   und   R praktisch   nur   durch   den   Namen,   denn   diese   Züge   halten   einfach an   jedem   Bahnhof.   Und   auch   die   bis   in   die   Schweiz   fahrenenden ICE     ersetzen     dort     IC-Züge     und     übernehmen     auch     deren Haltestellen.   Alles   in   Allem   kommt   man   also   auf   gerade   einmal   4 verschiedene Zuggattungen. Anders   ist   die   Situation   in   Deutschland:   Hier   kommt   man   mit   S- Bahn,    Regionalbahn    (RB),    Regional-Express    (RE),    Interregio- Express    (IRE),    IRE-Sprinter,    IC/EC,    ICE    und    ICE-Sprinter    auf wesentlich    mehr    verschiedene    Zuggatungen    die    der    Fahrgast unterscheiden   muss.   Lediglich   S-Bahn   und   RB   haben   (abgesehen von   Ausnahmen)   die   gleiche   Haltestellenstrategie,   alle   anderen Züge      halten      an      unterschiedlichen      Stationen      und      fahren unterschiedlich schnell. Hinzu     kommen     noch     Kuriositäten:     Zwischen     Stuttgart     und Karlsruhe     verdichten     sich     ein     IC     und     ein     IRE     zu     einem angenährten   Stundentakt.   Der   IRE   ist   im   Gegensatz   zum   IC   ein über   Fördermittel   subventionierter   Zug.   Dabei   ist   der   IRE   auf   der Gesamtstrecke sogar etwas schneller als der IC. Ein     anderes     Beispiel:     Mit     dem     München-Nürnberg-Express verkehrt     ein     subventionierter     Nahverkehrszug     schneller     als anderswo IC und ICE. Neben   einem   gewissen   Unverständnis   die   ein   Fahrgast   für   solche Strukturen   mitbringen   könnte   ist   Eines   ganz   sicher:   Das   deutsche System   ist   undurchsichtiger   und   verwirrender.   Und   genau   hier   liegt einer   der   Gründe   für   den   Erfolg   des   Schweizer   Bahnsystems.   Von der    Schweiz    zu    lernen    heißt    in    erster    Linie    das    System    der Zuggattungen   klarer   und   einfacher   zu   strukturieren.   Das   bedeutet weniger   Zuggattungen   und   klare   Aufgaben   der   Züge   auf   die   man sich   im   ganzen   Land   verlassen   kann.   Dies   gilt   auch   für   private Bahnbetrieber,    auf    exklusive    Nutzungsrechte    von    von    Namen sollten die Bahnbetreiber im Sinne des Kunden verzichten. Weniger   Zuggattungen   hat   einen   weiteren   positiven   Nebeneffekt: Bei    gleicher   Anzahl    der    gesamthaft    fahrenden    Züge    verkehren einige Zuggattungen öfter und unterstützen so den Eckpunkt 1.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
Folgende   Strukturierung   der   Zuggattungen   wäre   für   Deutschland geeignet: S-Bahn / RB  Halten an allen Stationen. S-Bahnen im dichten Takt in Ballungsräumen, RB in ländlichen Gebieten. RE Halten an größeren Stationen (z.B. kleine Städte) und fahren bis in Ballungsräume. IC/EC Halten nur an Stationen mit entsprechend großem Passagieraufkommen. Hierzu können bereits Städte mit ca. 50.000 Einwohnern zählen. ICE Verbinden nur Ballungsräume und große Städte. Halten sonst nur an bedeutenden Stationen (z.B. Flughäfen) ICE-Sprinter Verbindet Ballungsräume auf schnellstem Weg. Der ICE- Sprinter ist das Flugzeug auf Schienen und muss nicht mit den anderen Zügen vertaktet werden. Andere   oder   mehr   Zuggattungen   sind   nicht   notwendig.   Auf   eine Wiedereinführung   des   IR   kann   somit   ebenfalls   verzichtet   werden, da    die    anderen    Züge    (RE,    aber    vor    allem    IC)    diese   Aufgaben übernehmen können. Hinzu    kommt,    dass    mit    dem    ICE    bereits    ein    Produkt    für    den hochwertigen    Fernverkehr    existiert,    daher    muss    diese    Funktion nicht    zusätzlich    noch    der    IC    wahrnehmen.    Der    IC    kann    also “degradiert”    werden    und    damit    die    nach    unten    offene    Lücke ausfüllen. Und   am   Ende   gilt   sowieso:   “Namen   sind   nur   Schall   und   Rauch”, das   heisst,   dass   der   Namen   des   Zuges   unwichtig   ist.   Wichtig   is, dass   überhaupt   Züge   Fahren   und   diese   in   Komfort   und   Fahrzeit dem Zweck angemessen sind.
11.06.2017