Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Nachteile des ITF Neben diesen Vorteilen gibt es aber auch eine Reihe von Nachteilen bei der Einführung eines ITF die ebenfalls beachtet werden müssen: Lange Haltezeiten an Knotenbahnhöfen Um das Umsteigen der Fahrgäste zur Taktzeit zu ermöglichen ist es notwendig, dass die Züge so lange am Bahnhof halten, um für alle notwendigen Verbindungen den Anschluss zu gewährleisten. Die notwendige Haltezeit steigt mit der Anzahl der Verbindungen von einem Taktknoten. Daraus ergeben sich folgende Probleme: o Die Fahrzeit eines Zuges auf seiner Route verlängert sich je mehr Taktknoten durchfahren werden. Für einen Fahrgast der nicht umsteigt ist diese Stillstandzeit im Bahnhof verschenkte Zeit. o Gerade bei mehreren Fernverkehrshalten innerhalb einer Stadt ist eine lange Haltezeit für eine kurze Weiterfahrt kaum zu vertreten (bspw. ein langer Halt am Berliner Hauptbahnhof für eine kurze Weiterfahrt zum Endbahnhof Südkreuz oder Ostbahnhof) o Rein wirtschaftlich gesehen bringt ein Zug nur Geld ein wenn er fährt. Lange Haltezeiten im Bahnhof schaden also der Wirtschaftlichkeit der Bahn. o Mühsam durch teure Aus- oder Neubaumaßnahmen erkaufte Zeitgewinne werden im Bahnhof wieder verschenkt. Dies ist dem Fahrgast, und zuletzt auch dem Steuerzahler, nicht zuzumuten. o Durchmesserlinien im Regionalverkehr werden äußerst unattraktiv, da untergeordnete Züge meist noch längere Haltezeiten haben als der Fernverkehr. Bereitstellen der Infrastruktur "Bahnhof" Da sich in einem Knotenbahnhof die Züge zu bestimmten Taktzeiten treffen, muss dieser für das Zug- und Fahrgastaufkommen der Taktzeit ausgelegt sein. Die Infrastruktur wird aber nur zu den Taktzeiten wirklich genutzt. o Die Wirtschaftlichkeit ist nicht gegeben, da die Infrastruktur nicht effizient genutzt wird. o Der Bahnhof ist zu den Taktzeiten stark von Fahrgästen frequentiert, was zum Einen zu Unübersichtlichkeit und Hektik führt, zum Anderen wäre eine durchgehend gleichbleibende Frequentierung dem Gewerbe in Bahnhöfen sicher zuträglicher (sofern dies gewünscht wird). o Gerade in Deutschland wird die vorhandene Infrastruktur leicht gesprengt, da neben den Fahrverkehrszügen noch eine Vielzahl von Nahverkehrszügen hinzukommen. Ein massiver Ausbau der Bahnhöfe wäre die Folge. Kurze Umsteigezeiten Trotz der Möglichkeit viele Anschlüsse zu haben, ist die Umsteigezeit knapp bemessen. Vor allem ortsunkundige, ältere und mobilitätseingschränkte Fahrgäste haben Mühe ihre Anschlussverbindungen zu erreichen. Pendler und Vielfahrer haben weniger Schwierigkeiten. Kurze Wendezeiten Obwohl die Haltezeiten an Bahnhöfen recht lange sind, so sind sie für das Wenden an einem Endbahnhof zu knapp bemessen, da hier bspw. die Reinigung des Innenraumes durchgeführt, aber auch Verspätungen ausgeglichen werden müssen. Punktueller Stromverbrauch Durch das Beschleunigen vieler Züge zu einem definierten Zeitpunkt wird die Bereitstellung der Energie vor große Herausforderungen gestellt. Es müssten sehr große Reserven in der Stromversorgung zur Verfügung stehen. Orientierung der Fahrzeit am Fahrplan, und nicht an der Infrastruktur und an Entfernungen o Unterschiedliche Entfernungen schlagen sich nicht in der Fahrzeit nieder, d.h. bei einer kürzeren Strecke zwischen zwei Taktknoten wird die Fahrzeit nicht kürzer als bei einer längeren Strecke da die Fahrzeiten prinzipiell immer auf die Taktzeit aufgerundet werden. o Da die Fahrzeit festgeschrieben ist, gibt es kaum eine Motivation zu Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrzeit (z.B. durch technischen Fortschritt), nur zur Steigerung der Kapazität. o Durch Festlegen des Fahrplanes wird das System unflexibel z.B. gegenüber Infrastrukturverbesserungen. Diese wird nur an den Bedürfnissen des Fahrplans angepasst. Doch wieso soll eine bspw. aus Kapazitätsgründen neu gebaute Strecke nicht auch eine Verbesserung in der Fahrzeit mit sich bringen? Über das bekanntest Beipiel eines Integralen Taktfahrplanes lesen Sie auf der nächsten Seite.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
11.06.2017