Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Vom Taktfahrplan zum Integralen Taktfahrplan Dem          Integralen          Taktfahrplan          gehen          sogenannte Rendezvouskonzepte       voraus.      Dies      bedeutet,      dass      sich verschiedene    Linien    an    einem    Knoten    zum    selben    Zeitpunkt treffen     und     so     dem     Fahrgast     eine     kurze     Umsteigezeit ermöglichen.   Dies   kann   innerhalb   eines   Verkehrsnetzes   erfolgen oder    auch    durch    die    Verknüpfung    von    einem    Verkehrsnetz    zu einem Anderen. Ein     Beispiel     für     ein     Rendezvous-Konzept     innerhalb     eines Verkehrsnetzes   ist   das   Stadtbusnetz   der   Stadt   Lindau.   Hier   treffen sich     alle     4     Linien     zum     gleichen     Zeitpunkt     am     Zentralen Umsteigepunkt     (ZUP).    Da    es    sich    bei    allen    4    Linien    um Durchmesserlinien   handelt,   treffen   sich   am   ZUP   also   8   Busse   und ermöglichen   dem   Fahrgast   ein   Umsteigen   auf   jede   andere   Linie   in jeder    Richtung    mit    einer    sehr    kurzen    Umsteigezeit.    Dieses Rendezvous-Konzept   ist   aber   lokal   beschränkt,   da   am   ZUP   kein Anschluss    an    andere    Verkehrsträger    besteht.   Allerdings    macht man    sich    bereits    die    Fahrplansymmetrie     zunutze,    d.h.    beide Fahrtrichtungen   treffen   sich   zum   gleichen   Zeitpunkt   an   einem   Ort und   ermöglichen   dort   gleiche   Umsteigezeiten   auf   alle   Linien   in alle    Richtungen.    Selbst    ein    Umsteigen    auf    die    selbe    Linie    in Gegenrichtung ist möglich. Im    Bahnhof    Böblingen    wurde    die    Ankunftszeit    der    Züge    der Schönbuchbahn   so   gelegt,   dass   mit   einer   kurzen   Umsteigezeit Anschluss   an   die   Züge   der   Linie   S1   der   S-Bahn   Stuttgart   besteht. Dieses   Beispiel   zeigt   also   ein   Rendezvous-Konzept,   welches   nur zwei Linien an einem Umsteigepunkt miteinander verbindet. Rendezvous-Konzepte     haben     gemeinsam,     dass     sie     lokal ausgelegt    sind,   und   sich   damit   auf   einen   einzelnen   Knoten   oder auf    ein    kleines    Netz     beschränken.    Der    nächste    Schritt    ist    in einem   großen   Gesamtnetz   flächendeckend   in   mehreren   Knoten gute      Umsteigeverbindungen      zu      schaffen:      Der      Integrale Taktfahrplan . Von   einem   Integralen   Taktfahrplan   wird   gesprochen,   wenn   alle Linien   eines   Netzes   vertaktet   sind,   und   in   Umsteigebahnhöfen attraktive,   vertaktete   Anschlüsse   bestehen   und   zwar   in   allen Richtungen ,     zwischen     allen     Zuggattungen     und     mit     kurzen Umsteigewartezeiten (Umsteigezeiten) 1 .
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
Der   Schwerpunkt   wird   dabei   auf   eine   Verbesserung   der   Systemzeit, also      der      Fahrzeit      zwischen      zwei      beliebigen      Punkten      im Gesamtnetz,   gelegt.   Einzelne   Verbesserungen,   wie   beispielsweise der    Bau    von    Hochgeschwindigkeitsstrecken,    werden    nur    dann durchgeführt   wenn   diese   für   die   Umsetzung   des   Fahrplans,   d.h.   zur Erreichung    einer    bestimmten    Fahrzeit    zwischen    zwei    Knoten, notwendig     sind.     Grundsätzlich     gilt     für     die     Gestaltung     der Infrastruktur     und     der     Fahrzeiten     auf     einzelnen     Strecken     der Kerngedanke "So schnell wie nötig" . Dies    zeigt    sich    auch    in    der    Planung    der    Infrastruktur    und    des Betriebs.   Bei   der   klassischen   Planung   steht   die   Infrastruktur   zeitlich vor   dem   Fahrplan.   Hier   wird   bei   der   Planung   und   dem   Bau   der Infrastruktur    oft    nach    dem    Motto    gehandelt    "So    schnell    wie möglich".   Dies   kann   allerdings   dazu   führen,   dass   sich   zwar   auf einzelnen     Strecken     Fahrzeitverbesserungen     ergeben,     andere Verbindungen    sich    aber    nicht    verbessern    da    der    Fahrgast    am Knoten lange auf einen Anschluss warten muss. Beim   Integralen   Taktfahrplan   steht   in   der   Planung   die   Festlegung des   Fahrplanes   vor   der   Planung   der   Infrastruktur 2 .   Daher   wird   die Infrastruktur   auf   den   Fahrplan   angepasst,   so   dass   sich   ein   besseres Kosten/Nutzen-Verhältnis    bezogen    auf    das    Gesamtnetz    einstellt. Dabei    darf    nicht    vergessen    werden,    dass    zu    einem    Integralen Taktfahrplan   nicht   nur   der   Bahnverkehr   gehört.   In   der   Schweiz   sind beispielsweise      aus      die      (Post-)      Busverbindungen      mit      dem Bahnverkehr   harmonisiert   so   dass   auch   ein   Umsteigen   zwischen den Verkehrsträgern attraktiv wird. Weiter 1 Köppen, D., Mader, D., Rey, G., Schulz, A. (2005), "10 Jahre Allgäu Schwaben Takt", Eisenbahntechnische Rundschau, April 2005 2 Rey, G. (2007), "Entwicklung des ITF von den Anfängen bis zur Gegenwart",  Eisenbahntechnisches Kolloquium, 05. Juni 2007
11.06.2017