Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Bahnhof Lindau - Insel oder Festland? Obwohl   es   längst   beschlossene   Sache   zu   sein   scheint,   dass   in   Lindau-Reutin   ein   Durchgangsbahnhof   errichtet   wird,   gibt   es   immer   noch Diskussionen    und    Forderungen    den    Inselbahnhof    als    Hauptbahnhof    zu    erhalten.    Es    ist    also    Zeit    sich    diese   Thema    etwas    genauer anzuschauen. Was spricht dafür und was dagegen? Die   Planungen   sehen   vor   in   Lindau-Reutin   einen   Durchgangsbahnof   zu   errichten   und   den   Inselbahnhof   in   verkleinerter   Form   zu   erhalten. Der   Duchgangsbahnhof   in   Reutin   soll   dabei   3   Durchgangsgleise   sowie   einen   Kopfbahnbahnsteig   aus   westlicher   Richtung   erhalten.   Die Anbindung    zum    Inselbahnhof    soll    auf    ein    Gleis    reduziert    und    der    Inselbahnhof    auf    6    Gleise    verkleinert    werden.    Die    freiwerdenen Gleislanlagen   auf   der   Insel   Lindau   sollen   städtebaulich   genutzt   und   auf   der   westlichen   Seite   des   Inseldammes   ein   Fuß-   und   Radweg   gebaut werden. Auf    betrieblicher    Seite    ist    die    Hauptmotivation    für    einen    Durchgangsbahnhof    auf    dem    Festland    die    Beschleunigung    auf    der Fernverkehrsachse   München-Zürich.   Diese   Züge   würden   sich   den   Weg   zur   Insel   und   ggf.   einen   Lokwechsel   ersparen.   Dadurch   ergibt   sich ein Fahrzeitvorteil von ca. 10-15 Minuten im Vergleich zur heutigen Situation. Doch   was   ist   mit   den   anderen   Verbindungen?   Praktisch   alle   anderen   Verbindungen   enden   heute   in   Lindau,   und   an   dieser   Situation   wird   sich vermutlich   auch   nichts   ändern.   Das   liegt   zum   Einen   daran,   dass   eine   Durchbindung   nur   in   wenigen   Fällen   einen   Sinn   ergibt,   zum   Anderen ist zwischen Lindau und Bregenz zu wenig Kapazität für mehr Bahnverkehr vorhanden. Für   die   Regionalzüge   aus   Vorarlberg   ändert   sich   dadurch   nichts,   ausser   einem   zusätzichen   Halt   am   neuen   Haupbahnhof   in   Lindau-Reutin. Für    allen    anderen    Verbindungen    aus    dem   Allgäu    und    der    Bodenseegürtelbahn    wird    es    schwieriger.    Sollen    diese    Züge    am    neuen Hauptbahnhof   und   auf   der   Insel   halten,   so   müssten   diese   beispielsweise   erst   zum   Hauptbahnhof   fahren,   dort   wenden   und   dann   zur   Insel weiterfahren.   Dort   würden   die   Züge   wieder   wenden,   zum   Hauptbahnhof   zurück   und   erst   dann   wieder   ihre   Rückfahrt   antreten.   Vorstellbar   ist auch, dass einige Züge nur am Hauptbahnof oder nur am Inselbahnhof halten. Auf   jeden   Fall   sind   alle   Lösungen   betrieblich   sehr   ungünstig.   Nur   dafür,   dass   eine   Fernverkehrsverbindung   dadurch   Vorteile   erlangt   ist   der Bau eines neuen Bahnhofs nicht gerechtfertigt. Allerdings   dürfen   nicht   nur   betriebliche Aspekte   in   die   Bewertung   einfließen.   Der   Inselbahnhof   liegt   praktisch   am   Stadtrand   der   Stadt   Lindau und   erschliesst   damit   nur   einen   geringen   Teil   der   Bevölkerung.   Zusätzlich   ist   die   Erreichbarkeit   des   Inselbahnhofes   durch   die   Lage   auf   der Insel   sehr   schwierig.   Das   gilt   sowohl   für   Einwohner   der   Stadt   Lindau   wie   auch   für   die   Menschen   aus   dem   gesamten   Umland.   Ein   Bahnhof auf   dem   Festland   besitzt   hier   große   Vorteile.   Nicht   zu   vernachlässigen   sind   auch   städtebauliche   Aspekte   auf   der   Insel   und   die   Möglichkeit auf dem Inseldamm einen westlichen Fuß- und Radweg zu errichten. Vor   allen   Dingen   sollte   man   die   durch   die   Bürger   der   Stadt   Lindau   in   meherer   Volksentscheiden   getroffene   Entscheidung   akzeptieren   und möglichst gut umsetzen. Daher sollte für künftige Fahrplanplanungen die Lösung mit zwei Bahnhöfen berücksichtigt werden.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
11.06.2017