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Zur aktuellen Diskussion: Die Flughafenanbindung im Rahmen von Stuttgart 21 14. Januar 2018 - Vor einigen Tagen gab die DB bekannt den am Stuttgarter Flughafen geplanten Fernverkehrshalt nur mit wenigen Fernzügen pro Tag bedienen zu wollen. Eine schlechte Nachricht vor deren Umsetzung man warnen muss, denn der Fernverkehrshalt am Filderbahnhof ist wichtig und bietet viele Chancen. Vor allem von Gegnern von Stuttgart 21 wird ein Fernverkehrshalt am Flughafen seit jeher kritisiert. Die Begründungen beziehen sich dabei jedoch immer auf den Anschluss an den Flughafen selbst. Doch der Halt auf den Fildern ist in seinem Nutzen nicht nur auf den Flughafen beschränkt weshalb ja auch vom "Filderbahnhof" gesprochen wird. Der Filderbahnhof ist gleichzeitig auch der direkte Anschluss an die Messe Stuttgart, auf der nicht nur die bekannten Publikumsmessen stattfinden, sondern auch regelmäßig Kongresse und andere Events. Die Messe ist also durchaus ein regelmäßiges Ziel von Besuchern. Daneben wird der Filderbahnhof durch den Bau der Stadtbahn bis zum Flughafen und dem Ausbau der S-Bahn (in die Fildergemeinden und vielleicht irgendwann ins Neckartal) ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen dem ÖPNV und dem Fernverkehr für die ganze Region südlich von Stuttgart. Die Reisezeiten können sich hier stark verkürzen und den Menschen einen attraktiven Zugang zum Schienenverkehr bieten. Aber dafür ist nicht nur der Filderbahnhof, sondern auch ein Taktmäßiger Fernverkehr notwendig! Doch der Anschluss an den Flughafen ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium für einen regelmäßigen Fernverkehr am Filderbahnhof. Oft wird das regional begrenzte Einzugsgebiet des Flughafens Stuttgart als Argument gegen der Fernverkehrshalt am Filderbahnhof genannt. Der Flughafen hat zwar heute ein regional begrenztes Einzugsgebiet, das kann und wird sich aber sehr wahrscheinlich in Zukunft ändern. Nach Fertigstellung der Neubaustrecke nach Ulm und einem ohnehin notwendigen Neu- und Ausbau zwischen Ulm und Augsburg sinkt beispielsweise die Reisezeit von Augsburg zum Filderbahnhof auf ca. 50 Minuten. Das ist gegenüber der Fahrzeit zum Flughafen München, selbst bei Einsatz von Express-S-Bahnen in München, absolut konkurrenzfähig. Auch die Reisezeiten von Karlsruhe und Mannheim aus werden sich stark verkürzen. Dies gilt auch vor dem Hintergrund, dass die Wege am Stuttgarter Flughafen deutliche kürzer sind als in Frankfurt oder München. Vorausgesetzt natürlich der Filderbahnhof liegt nahe am Flughafen. Dabei wird sich das Flugangebot ab Stuttgart ohnehin ändern. Denn durch den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes werden kurze Zubringerflüge und innerdeutsche Flüge weit weniger attraktiv sein als heute. Die Existenz des Stuttgarter Flughafens kann und wird in Zukunft nicht auf Anschlussflüge nach München und Frankfurt beruhen. Die frei werdenden Slots können für längere, auch interkontinentale Flüge genutzt werden. Slots die beispielsweise am Flughafen in München fehlen. Durch eine gute Anbindung an den Hochgeschwindigkeitsverkehr könnten in Stuttgart durchaus attraktive Direktverbindungen geschaffen und die großen Hub-and-Spoke Drehkreuze entlastet werden. Natürlich kann die zukünftige Entwicklung nie genau vorhergesagt werden, doch eines ist sicher: Die Zukunft besteht aus Chancen, und wer Chancen verhindert, der verhindert auch zukünftige Entwicklungen. Und wenn man nichts ändert, dann ändert sich nichts. Um den Filderbahnhof mit den genannten Argumenten auch für Fahrgäste attraktiv zu machen ist unbedingt ein regelmäßiger Anschluss an den Fernverkehr mit mindestens einem Zug pro Stunde und Richtung notwendig. Alles andere würde nur den Status Quo festigen.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
14.01.2018