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Zur aktuellen Diskussion: Die Flughafenanbindung im Rahmen von Stuttgart 21 12.   November   2017   -   Bereits   2015   habe   ich   die   geplante   Anbindung   an   den   Flughafen   Stuttgart   als   "unbefriedigend"   und   "Flickwerk" bezeichnet. Dass man jetzt tatsächlich nochmals über andere Varianten diskutiert ist also durchaus positiv zu sehen. Man darf allerdings nicht vergessen, dass die Variantendiskussion in diesem Bereich nicht neu ist, genauso wenig wie die vorgeschlagene Variante. Hinzu kommt, dass man sich vor etwas mehr als 2 Jahren im Filderdialog eigentlich auf eine Variante "Flughafenstraße" geeinigt hatte deren Umsetzung dann aber an der Finanzierung scheiterte. Aktuell wird nun spekuliert den Halt "Filderbahnhof" direkt an die Gleise der Neubaustrecke zu verlegen. Der Bahnhof soll ca. auf Höhe des Bosch-Parkhauses zu liegen kommen und würde aus jeweils einer Bahnsteigkante auf beiden Seiten der Strecke bestehen. Die Züge der Gäubahn würden über eine Schleife ebenfalls direkt von Osten her in diesen Bahnhof eingebunden. Die S-Bahn Station am Flughafen bliebe damit unverändert für den S-Bahn-Verkehr erhalten. Diese Lösung hat sicherlich einige Vorteile. So entstünde ein gemeinsamer Bahnhof für den Fern- und Regionalverkehr, also keine zwei Bahnhöfe die für den Fahrgast nur verwirrend sind. Zudem dürfte diese Lösung gesamthaft günstiger sein da auf die Tunnel und den tiefliegenden Bahnhof unter der Messe-Piazza verzichtet wird. Allerdings bringt diese Lösung auch einige Nachteile mit sich. So verlängert sich der Weg vom Bahnhof zum Flughafen und Messe. Das gilt auch für die Verbindung zur S-Bahn und einem möglichen Stadtbahn-Halt am Flughafen. Damit ist ein schnelles Umsteigen zwischen den unterschiedlichen Bahn-Systemen nicht mehr möglich. Außerdem gilt es zu bedenken, dass die Kapazität dieses Bahnhofes mit nur zwei Bahnsteigkanten zu gering bemessen ist. Man muss von folgender Anzahl Züge ausgehen die an diesem Bahnhof halten (jeweils pro Stunde und Richtung): 1 Fernzug nach Ulm 1 Regionalzug nach Ulm 2 Regionalzüge nach Tübingen 1 Fernzug nach Zürich 2 Regionalzüge nach Rottweil Damit kommt man auf eine Auslastung von 7 Zügen pro Stunde, was jedem Zug durchschnittlich mehr als 8 Minuten Zeitfenster einräumt. Das ist zwar grundsätzlich ausreichend, verhindert aber eine kurze Zugfolge von Zügen die hier halten sollen (also z.B. ein Regionalzug nach Tübingen gefolgt von einem Regionalzug nach Rottweil). Daher sind für diesen Bahnhof unbedingt vier Gleise notwendig! Erst dann ist sollte dieser Variante zugestimmt werden. Bei allen Überlegungen darf man nicht vergessen, dass vor allem die Anbindung der Gäubahn kompliziert ist und zu den meisten Diskussionen führt. Daher ist meine Prognose, dass der Filderbahnhof an die Neubaustrecke verlagert wird, die Gäubahnanbindung aber in der 2015 beschlossenen Lösung "3. Gleis" bleibt. Das wäre finanziell und Planungstechnisch wahrscheinlich die einfachste Lösung, bringt für den Fahrgast allerdings eher Nachteile mit sich. Immerhin wäre diese Lösung bezüglich Kapazität weniger problematisch. Betriebstechnisch und für den Fahrgast am besten wäre freilich immer noch die Variante "Flughafenstraße". Doch auch hier gilt es zu bedenken, dass man nicht die vorgesehenen zwei, sondern vier Gleise bauen müsste.
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
14.01.2018