Fahrplan Süd Lorem ispum dolor sit amet consectetuer adipiscing elit
Meinung zum Artikel “Zukunftsfähigis Fahrplankonzept für die Bodenseegürtelbahn gefordert” von Pro Bahn Diesen   Brief   habe   ich   am   03.05.2015   an   den   Landesverband   Baden-Württemberg   von   Pro   Bahn   als   Antwort   auf   die   Pressemitteilung Zukunftsfähiges Fahrplankonzept für die Bodenseegürtelbahn gefordert” geschrieben. Eine Antwort steht bisher aus. Sehr geehrter Herr Buhl, Kürzlich habe ich Ihren Artikel "Zukunftsfähiges Fahrplankonzept für die Bodenseegürtelbahn gefordert" vom 30.07.2013 gelesen. Ich   teile   Ihre   Sorge,   dass   die   Bodenseegürtelbahn   im   westlichen Abschnitt   vernachlässigt   wird.   Ebenfalls   teile   ich   Ihre   Sorge,   dass   ein   IRE- Verkehr   auf   diesem   Abschnitt   nur   den   Regionalverkehr   ausbremst.   Dies   ist   sogar   heute   schon   so,   denn   der   nur   zweistündlich   verkehrende IRE Basel-Ulm hat für die Menschen vor Ort kaum einen Nutzen, verhindert aber einen klareren und dichteren Takt im Regionalverkehr. Ihrer   Forderung   nach   Zweigleisausbau   und   Elektrifizierung   kann   ich   allerdings   nicht   uneingeschränkt   zustimmen.   Nicht   dass   ich   den Ausbau nicht unterstütze und befürworte, aber Investitionen in die Streckeninfrastruktur sind in den nächsten Jahren einfach absolut unrealistisch. Im   ersten   Schritt   geht   es   darum   aus   den   vorhandenen   Möglichkeiten   möglichst   viel   herauszuholen.   Dazu   sollte   man,   auch   wenn   es   etwas radikal   klingt,   den   IRE-Verkehr   zwischen   Radolfzell   und   Friedrichshafen   einstellen.   Dieser   Verkehr   wird   nach   der   Elektrifizierung   der Hochrheinbahn   und   der   Südbahn   sowieso   ein   Inselbetrieb   sein   und   an   den   Endpunkten   immer   ein   Umsteigen   notwendig   machen.   Dabei bremst der IRE-Verkehr den Regionalverkehr nur aus. In   erster   Linie   sollte   man   aber   den   Regionalverkehr   stärken,   denn   die   Menschen   vor   Ort   brauchen   eine   Alternative   zum   Straßenverkehr. Und   zwar   nicht   für   die   Reise   nach   Basel   oder   Ulm,   sondern   für   den   täglichen   Weg   zur   Arbeit   oder   zur   Schule.   Und   gerade   hier   gibt   es   auf der   Bodenseegürtelbahn   ein   großes   Potential,   sofern   das   Angebot   stimmt.   Das   bedeutet,   dass   ein   30-Minuten-Takt   im   Regionalverkehr notwendig   ist.   Und   das   ist   mit   der   vorhandenen   Infrastruktur   heute   schon   möglich,   aber   eben   nur   unter   der   Voraussetzung   den   IRE-Verkehr einzustellen. Nimmt    man    Friedrichshafen-Stadt    als    Ausgangspunkt,    so    können    Zugkreuzungen    in    Markdorf,    Uhldingen,    Überlingen-Therme    und Ludwigshafen   stattfinden.   Die   Fahrzeiten   von   FN-Stadt   bis   Markdorf   (12   Minuten)   und   Markdorf   bis   Uhldingen   (13   Minuten)   sind   praktisch ideal. Die   Fahrzeiten   von   Uhldingen   bis   Überlingen-Therme   (8   Minuten)   und   Überlingen-Therme   bis   Ludwigshafen   (9   Minuten)   sind   leider   etwas zu kurz, was bei der Fahrt bis Radolfzell einige Minuten Fahrzeitverlust im Vergleich zu heutigen Fahrplan bedeuten würde. Allerdings   könnte   man   sich   mit   ebenfalls   vorstellen,   den   30-Minuten-Takt   nur   zwischen   FN-Stadt   und   Überlingen-Therme   einzuführen.   Damit würde   die   Fahrzeit   bis   Radolfzell   für   stündlich   verkehrende   Züge   praktisch   konstant   bleiben,   und   für   die   zusätzlichen   Züge   bliebe   in Überlingen-Therme genügend Zeit zum Wenden. Ich   bin   überzeugt   davon,   dass   so   ein   Fahrplan   erfolgreich   wäre,   auch   wenn   er   auf   den   ersten   Blick   etwas   ungewöhnlich   erscheint   und   sicher nicht überall auf Gegenliebe stoßen wird. Aber lieber eine Sache richtig machen als zwei Dinge nur mit Einschränkungen. Mit   einem   entsprechenden   Erfolg   in   Form   von   hohen   Fahrgastzahlen   hätte   man   nach   einigen   Jahren   dann   gute   Argumente   für   eine Elektrifizierung und Zweigleisausbauten die dann wieder einen überregionalen Verkehr zulassen. mit freundlichen Grüßen Ingo Decker
Einst war die Lokomotive für den Menschen ein Ungeheuer aus Stahl, doch was ist sie heute anderes als ein bescheidener Freund, der jeden Abend um sechs vorbeikommt? Antoine de Saint-Exupéry
11.06.2017